Der Patron

Vita


Apostel der Deutschen und auch der Patron unserer Kirche St. Bonifatius in Bad Wildbad.
WINFRIED (Bonifatius)  5. Juni
Der Name „WINFRIED"
BONIFATIUS kommt aus der lateinischen Sprache. „bonus" = gut. „fatum" = Schicksal. Französisch: Boniface.
Winfrid ist der Geburtsname des heiligen Bonifatius, des „Apostels Deutschlands". Winfrid wurde in den Jahren 672/675 in der Nähe von Exeter (England) geboren.
Von Kind auf war Winfrid Christ: durch die Missionstätigkeit des Glaubensboten Augustinus und seiner Gefährten war in England ein blühendes Christentum entstanden. Winfried wurde in verschiedenen Benediktinerklöstern erzogen, war sehr gebildet und fromm und wurde mit etwa dreißig Jahren zum Priester geweiht.
Mit 40 Jahren wurde Winfrid Missionar bei den Germanen. Er zog nach Rom zu Papst Gregor II. Dieser erteilte Winfrid am 15. Mai 719 die Vollmacht zur „Heidenmission". Hier in Rom nahm Winfrid den neuen Namen „Bonifatius" an, unter dem wir ihn meist kennen.
Zwei Jahre lang half Bonifatius seinem Freund Willibrord bei der Missionierung. Später ging er nach Hessen, gründete Klöster und organisierte und reformierte die stark verweltlichten Gemeinden.
Seine große Stunde kam in Geismar. Dort stand eine gewaltige Eiche, die von den heidnischen Bewohnern unter dem Namen „Donareiche" als Sitz des Gottes Donar betrachtet wurde. Bonifatius wagte es, diese Eiche zu fällen   und kein strafender Blitz des Gottes Donar traf ihn! Bonifatius, der unerschrockene Künder der christlichen Frohbotschaft, baute aus dem Holz der Eiche die Peterskirche zu Fritzlar. Nun war das dortige Heidentum in seinen Grundfesten erschüttert.
Bonifatius zog noch zweimal nach Rom. Zuletzt kam er mit dem ehrenvollen Titel „Legat für Deutschland" zurück. Jetzt zeigte sich das große organisatorische Talent des Heiligen: Er „umschrieb" eine ganze Reihe von Diözesen im Süden Deutschlands. Dennoch: das Werk des heiligen Bonifatius, des „Apostels von Deutschland", wuchs immer weiter.Er ordnete alles und regelte die Verwaltung der verschiedenen Klöster, die er gegründet hatte. Als er nach der Überwinterung in Utrecht im Norden Frieslands zu missionieren begann, konnte er viele Neubekehrte taufen. Zum Pfingstmittwoch, dem 5. Juni 754, hatte er sie zur Firmung nach Dokkum bestellt. Doch da kamen beutegierige Heiden: Bonifatius wurde mit dem Schwert getötet und starb um des Glaubens willen.   Sein Leichnam wurde nach Fulda, seiner Lieblingsgründung, überführt.
Sein Gedenktag ist der 5. Juni.

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