Der Patron

Der Heilige Martin von Tours


Der Name „Martin“ kommt aus der lateinischen Sprache „Martinus“ heißt „Sohn des Kriegsgottes Mars“.

Der heilige Martin wurde im Jahre 316 als Sohn eines römischen Tribunen im heutigen Ungarn (damals Pannonien) geboren. Schon mit 15 Jahren musste er Soldat werden. Als solcher kam er bis nach Frankreich. Dort, am Stadttor von Amiens, trug sich die bis heute berühmte Geschichte zu: Martin wollte in die Stadt hineinreiten. Da sah er einen Bettler vor dem Stadttor, den erbärmlich fror. Martin half sofort: er nahm seinen weiten Umhang von den Schultern, zückte sein Schwert und gab die Hälfte des Mantels dem frierenden Bettler! Bis heute ist diese gute Tat des heiligen Martin unvergessen. Martin ließ sich im Alter von 18. Jahren taufen. Er verließ die Armee.

Nach einigen Jahren zog Martin wieder nach Frankreich und gründete dort ein Kloster:

es war das erste Kloster im Abendland! Im Jahre 371 wollten alle Leute, dass Martin ihr Bischof werde. So wurde er Bischof von Tours, wohnte aber weiterhin im Kloster. Er zog in seiner Diözese von Ort zu Ort und predigte von der Liebe Gottes zu uns Menschen - Auf einer solchen Reise starb er am 8. November 397. – Zu seiner Beerdigung am 11.11.397 kamen Tausende von Mönchen und Klosterfrauen und viele, viele Leute. – Martin wurde von Anfang an als Heiliger verehrt. Der König von Frankreich erhob ihn zum Reichsheiligen der Franken, und so verbreitete sich seine Verehrung in der ganzen Welt aus, besonders bei uns. – Sein Gedenktag ist der

11. November.

Interessant

Als Martin dem Bettler die Hälfte seines Mantels gab, war er noch ein junger Mann, ungefähr 17 Jahre alt! Zu Ehren des heiligen Martin wurden vor und nach dem Jahre 1000 viele Kirchen erbaut und ihm geweiht. Martin war einer der bekanntesten Heiligen. - >> Mantel<< heißt auf lateinisch„cappa oder „capella“. Auf diese Weise hieß der Aufbewahrungsraum für diesen Mantel dann „Kappelle! Dieser Name ist bis heute geblieben. Am Fest des heiligen Martin gab es seit alter Zeit Spiele, in denen man die gute Tat des Heiligen nachmachte. Dabei gab es besonders - für die Kinder – gute Sachen. Auch die Erwachsenen wollten an diesen Tag Gutes tun und gut leben: deshalb die „Martinsgänse“! – Auch Umzüge mit Laternen gab es schon sehr früh – bis heute. Und weil die Leute fröhlich waren, meinte man (und meint es bis heute), dass an diesem 11.11. (um 11.11 Uhr) der Fasching beginnen würde. Tatsache ist: seit alters tritt an diesem Tag im Rheinland der Karnevals-Ausschuss zusammen, und zwar nach dem Hauptgottesdienst, der gegen 11 Uhr zu Ende ist. Deshalb der Zeitpunkt 11.11 um 11.11. Uhr! Der Ausschuss berät Einzelheiten des kommenden Faschings.

Patronate

Der heilige Martin ist der Schutzpatron der Soldaten, der Reiter, der Huf- und Waffenschmiede, der Pferde, der Weber und Schneider, der Gänse und aller Haustiere.

Gebet

Allmächtiger Gott! Der heilige Martin hat deinem Sohn Jesus gehorcht und ist ihm gefolgt. Er hat den Nächsten geliebt wie sich selbst. Hilf mir, das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe in meinem Leben ernst zunehmen und nach meiner Kraft zu verwirklichen. Amen Heiliger Martin, bitte für mich!


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