Die Gesellschaft ist auf dem Weg aus der Krise der Pandemie. Krise kommt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich Wendepunkt. Die Pandemie kann zu einem Wendepunkt werden, muss sie aber nicht. Dann werden weitere Krisen folgen. Denn aus der Krise sollten logische Schlüsse gezogen werden, um nicht in einen Teufelskreis zu geraten.

Eine Realität ist klar: Der Massentourismus und auch die Massenveranstaltungen sollten der Vergangenheit angehören. Dabei ist nicht der verdiente Jahresurlaub derjenigen gemeint, die das ganze Jahr schwer arbeiten. Oder Menschen, welche ihren Kindern schöne Ferien bieten wollen. Massentourismus ist letztlich aber die ständige Flucht vor dem eigenen Leben in eine Scheinwelt, ein Paradies auf Zeit. Dabei nehmen die Flüchtenden die Zerstörung der Natur in den Zielländern und durch die immer häufigere Nutzung der äußerst schädlichen Flugreisen in Kauf. Wie kann es auch sein, dass zehntausende Menschen nur für ein Fußballspiel um die halbe Welt fliegen? Das ist nichts anderes als Klimakriminalität. Man definiert es nur noch nicht so.

Auch unsere Einstellung zu unseren Mitgeschöpfen muss sich radikal ändern: Viren kommen in die menschliche Gesellschaft fast ausschließlich aus der Tierhaltung, der Jagd von wilden Tieren und dem Raubbau der noch übriggebliebenen Natur. Da der Mensch von seiner Biologie reiner Pfanzenesser ist, zerstört er nicht nur die Natur, sondern auf Dauer auch seine Gesundheit. Die Klimawende schaffen wir nicht, wenn wir nur vor den Werken der Automobilbauer und Kohlekraftwerke demonstrieren, wir müssen unser Leben ändern. Den größten Anteil hat die Nutztierhaltung, besonders durch die Zerstörung der Urwälder und der Vergiftung der Natur mit Tierfäkalien.

Außerdem ist es göttliche Veranlagung, unsere Mitgeschöpfe zu lieben: den Marienkäfer, den grazilen Weberknecht, das Eichhörnchen, die Tiere des Waldes, der Felder und der Flüsse und Meere. Auch Schweine, Kühe und Hühner haben ihre Würde. Sie einzusperren ist Freiheitsberaubung. Sie zu quälen ein Verbrechen. Diese Erkenntnis hat mich vor einigen Jahren zu einem neuen Menschen gemacht. Und ich kann nur dazu einladen, diesen Weg der Liebe zu entdecken. Es rettet die Schöpfung, unsere Gesundheit und führt zu einer neuen Einstellung der Liebe zu allen Werken Gottes in seinen Geschöpfen und der ganzen Schöpfung.

Ihr Günter Duvivier