4. bis 5. Oktober 2019: Radtour über Worms nach Bingen, Eibingen und Rochusberg

Unsere Oktoberwallfahrt war eine großartige Inspiration im Glauben und eine Herausforderung für unsere Fitness. Die Fahrt nach Speyer schon forderte unsere ganzen Kräfte. Obwohl die Möglichkeit bestanden hätte, einen Teil mit der Bahn zu fahren, machten wir alles mit den Eseln, und so kamen letztendlich fast 130 km zusammen, und das, obwohl wir nur am Vormittag eine Vesper und zwischendurch nur ein paar Müsliriegel gegessen hatten. In Worms waren wir fast schon wackelig im Sattel, Kalorienmäßig total unterversorgt.

In Speyer wartete das älteste christliche Kloster dort auf uns, "Das Stift St. Paulus, von Bischof Burchard ab dem Jahr 1002 an Stelle der Salierburg erbaut, es hatte und hat seinen Platz inmitten der Stadt Worms."

Wir kamen genau pünktlich zur Heiligen Messe und anschließender Anbetung des allerheiligsten Sakramentes.

Wir konnten im Noviziatsflügel dort in der Klausur der Dominikaner wohnen und waren zum Abendessen und Frühstück mit den Padres im Refektorium eingeladen. Wunderbare Glaubensgespräche und auch gemeinsame katholische Bekannte gaben uns das heimatliche Gefühl, dass diese katholische Kirche eine große Familie Gottes ist. Welch eine christliche Gastfreundlichkeit!

Der zweite Tag bot die Besichtigung des Wormser Doms und die Weiterfahrt nach Bingen. Dabei waren fast 60 km in zum Teil strömenden Regen bis Mainz durchzustehen. In Mainz aber haben wir fürstlich zu Mittag gegessen und uns so gestärkt. Die restlichen 30 km wurden dann zu einer Genießerfahrt, auf der wir uns noch eine richtig gemütliche Kaffeepause im historischen Ortskern von Eltville genehmigten und auf der sogar die Sonne immer wieder gute Stimmung schenkte.

Nach einem herzlichen Empfang und guter Unterstützung bei der Trocknung unserer Regensachen in der Pension Blattersbach in Rüdesheim, die dafür 5 Sterne verdient hat, befanden wir uns ganz nah unterhalb von Eibingen.

Der Abend war nochmal eine Fortsetzung unserer nachmittaglichen Schlemmerfahrt in einer Pizzeria dort und auch die Glaubensgespräche waren von großer Intensität. Der Morgen gehörte dann der himmlischen Laudes und der Eucharistie mit den Eibinger Schwestern. Die frühe Stunde, die wunderschöne Kirche und die gregorianischen Gesänge gaben uns nochmal eine Ahnung und Atmosphäre von vielen Jahrhunderten heiliger katholischer Liturgie. Als wir herauskamen, krönte der stimmungsvolle Sonnenaufgang über den Weinbergen des Rheintals unser Hochgefühl.

Der Abschluss auf dem Rochusberg mit dem priesterlichen Segen von P. Günter, einem der Wallfahrtspriester vom Rochusberg, war so stimmig wie die ganze Fahrt. Er lud uns sogar in seine Kommunität ein. Leider müssen wir diese Einladung aus Zeitgründen verschieben.

Denn unser sportlicher Ehrgeiz war gefragt: in 2 1/2 Stunden fuhr in Mainz unser Zug Richtung Karlsruhe. Und der Zug von Bingen nach Mainz erst in einer Stunde. Das Warten war also keine Option, so fuhren wir wie in der "Tour de Rhin (France) immer zu viert in Windschattenformatiion und schafften die Strecke in 1 3/4 Stunden. So konnten wir uns noch genüßlich Reiseproviant kaufen und die Rückfahrt antreten.

Dank sei Gott für diese erbauliche Fahrt von der wir gesund und munter und im Glauben und als Brüder gestärkt zurückkehrten, und wie heißt es im Psalm 133:

Ein Lob der brüderlichen Eintracht
[Ein Wallfahrtslied Davids.]

Seht doch, wie gut und schön ist es, /
wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.
Das ist wie köstliches Salböl, /
das vom Kopf hinabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, /
das auf sein Gewand hinabfließt.
Das ist wie der Tau des Hermon, /
der auf den Berg Zion niederfällt. /
Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.