Sommerpause!

So heißt eine Zeit, in der alle wichtigen Entscheidungen erst einmal ruhen müssen. Die Sonne, die Natur und Erholung lässt alle Strukturen der Gesellschaft eine Zeit auf das notwendige Maß zurückfahren.

Dabei ist gerade das Maß ein Schlüssel zu Freude, Sinn und Erfüllung. In allen Bereichen unseres Lebens ist das rechte Maß zu finden und der rechte Weg: Beim Essen, Trinken, besonders Alkohol, Arbeit, Medien und auch beim Urlaub.

Doch in allen Bereichen zeigen sich Defizite menschlichen Denkens: Der Mensch handelt unreflektiert. Er nimmt einfach  Gepflogenheiten und Wertungen der Gesellschaft an und gestaltet danach sein Leben. Die Werbung oder die Gewohnheit sucht sich seine Opfer und diese sorgen für Reichtum bei den Verführern und Unzufriedenheit bei den Verführten.

So suchen viele in der Ferne das Glück, fliegen um die halbe Welt und sägen damit an dem Ast auf dem sie sitzen: Sie zerstören ihre innere Ruhe und die Erde. Sie essen, was die Konzerne ihnen als gesund, schmackhaft und gut suggerieren und ernten oft Krankheit und ein beschwertes Lebensgefühl. Die Spitze der Dreistigkeit ist der Satz: „Des Wodkas reine Seele“. Eine tödliche Droge soll eine reine Seele haben?

Auch Essen, welches von Konzernen durch unendliche Quälerei von Tieren hergestellt wurde, wird auf grünen Landschaften zwischen Kühen präsentiert, die es so auf den Weiden fast nicht mehr gibt. Gott sei Dank warnen alle seriösen Studien mittlerweile vor tierischen Produkten: Sie gehören einfach nicht auf den menschlichen Speiseplan. Vielleicht rettet diese Erkenntnis noch unsere Urwälder.

Oder die Autowerbung: Immer rasen die riesigen Umweltzerstörer und totbringenden Monster mitten durch unberührte Natur. Sportwagen? Welch ein Wort! Bedient der Fahrer vielleicht außer seinen Pedalen beim Fahren noch Fitnessgeräte? Das Auto ist kein Spaßgerät oder Prestigeobjekt, sondern leider noch notwendiges Übel. Das, wann immer es irgendwie anders geht, stehen sollte.

Dabei ist ein gesunder Leib und ein klarer Geist die Grundvoraussetzung dafür, dass Gottes Geist spürbar wird. Erholung fängt in einem täglichen Rhythmus an, der jeden Tag Arbeit, Muße, Bewegung und Begegnung hat. Eigentlich brauche ich dann gar keinen Urlaub. Sondern nur eine arbeitsfreie Zeit. Eine Zeit, in der ich auch frei von Pflichten bin. In der ich Zeit wieder wahrnehme. Leichte, pflanzliche Kost lässt Glück in meinem Körper spürbar werden. So wohl kann man sich in seinem Leib fühlen. Und gesund bleibt er dabei auch noch.

Diese Wahrheiten können auf Dauer nicht verborgen bleiben, und Gott wird die Menschheit hoffentlich nach und nach wieder auf einen glücklicheren Weg führen, auf dem auch unsere Kinder und Enkel noch eine intakte Schöpfung erleben dürfen.

Ihr Diakon Günter Duvivier